Romantik in den Torf-Kolonien

Die Orgel der großen Kirche in Wildervank ist eine sehr schöne Spätromantische Orgel, erbaut von dem berühmten Orgelbauer E.F. Walcker. Wir sind stolz, dass wir in Wildervank, im Norden der Niederlande so ein einzigartiges Instrument haben. In Wildervank können Sie hören wie die Deutsche romantische Musik klingen soll, aber auch Französische und Englische Orgelmusik im romantischen Stil sind ein fest für die Ohren auf dieser Orgel in die wunderschöne monumentale-Kirche (nationales Denkmal seit 2001).

Die Stadt Wildervank (Gemeinde Veendam) befindet sich im Südosten der Provinz Groningen. Veendam verdankt seine Existenz der Kultivierung von den riesigen Moor Gebieten (veenkoloniën). Das Gebiet wurde von einer doppelten Kanalstruktur sich gegenseitig durch Kreuzkanäle verbunden eröffnet. Wildervank ist mehr oder weniger eine Fortsetzung von Veendam. Die Bevölkerung der beiden Dörfer bestanden überwiegend aus Torfarbeiter, Schiffer, Handwerker und Kaufleute. Die Bauern siedelten in den bewirtschafteten Flächen. Die Kirche wurde im Jahre 1910 zwischen den beiden Kanälen gebaut.

Die Orgel und Orgelmusik im Norden der Niederlande stehen im Mittelpunkt der reichen Orgel-Kultur. Den letzten Jahrzehnten ging die meiste Aufmerksamkeit aus nach den Instrumenten aus der Barockzeit und das entsprechende Repertoire. Glücklicherweise gibt es eine Änderung: Musikliebhaber und Organisten haben den Orgel Repertoire aus der Romantik entdeckt. Zunächst war es vor allem die Musik aus Frankreich beliebt, aber jetzt ist die Interesse auch auf das Repertoire aus Deutschland.

Das schöne Instrument, das sich hoch über dem liturgischen Zentrum erhebt  und seinen Klängen ausstreut über die Anbeter hat eine Prospekt mit Jugendstil Elemente, entworfen von dem berühmten Architekten Tjeerd Kuipers.
Die subtilen Streicher in das Schwellwerk lassen die Ohren spitzen um vor allem nichts von den weichen Passagen in der Musik zu vermissen. Das donnernden Tutti wo entsprechenden Zunge gut einblenden lassen einen großen Eindruck auf die Zuhörer nach. Mit einer Auswahl von Registrierungen ist es möglich um der Orgel klingen zu lassen. Ein fest für sowohl der Orgelspieler, die plötzlich erlebt wie die Noten romantische Musik wird und auch für den Zuhörer, die sozusagen durch die Dynamik der Romantik in der Musik gesaugt wird.

Die Orgel der großen Kirche wurde gebaut von der Fa. E.F. Walcker aus Ludwigsburg, Deutschland.

Das Instrument trägt Opus Nr. 1747 und wurde im Jahr 1913 erbaut. Zwei Jahre früher als die bekannten größeren Instrument geliefert von den gleichen Bauer, die sich jetzt in Doesburg befindet. Im Gegensatz zu dieser großen Schwester war Wildervank nicht mit einer elektro-pneumatische Traktur ausgestattet aber mit einer kompletten pneumatischen Traktur. Es war eine Orgel mit 2 Tastaturen und Pedal und es hatte, laut der Arbeitsliste, 24 Register. Die Orgel in Wildervank wurde die Kirche von der Familie Bosch gespendet. Die Orgel verfiel nach dem Tod von Jan Bosch im Jahre 1948, ebenso als viele andere, jüngere, Orgel, die nicht im Mittelpunkt des Interesses fielen. Wir haben es die begeisterten Mitglieder der Kirche in Wildervank zu danken dass dieses Instrument wieder komplett renoviert ist

Im Jahr 2001 wird die Orgel komplett restauriert von der Firma S. de Wit. Die Disposition wird zurück gebracht im Zustand bevor die Änderungen die in den 1960er Jahren vorgenommen wurden. Mann hat versucht den Klang der Orgel an zu passen bei der vorherrschenden "Neo-barocken Periode. Diese Intervention in den 1960er Jahren durch einen deutschen Orgelbauer war wenig erfolgreich, zwei Baustilen in ein Organ ist unerwünscht.

Register, die in den 1960er Jahren, wie z. B. die Synthematophon verloren gegangen sind, sind teilweise rekonstruiert und ergänzt. Die Orgel war ganz pneumatisch. Dies ist nun die viel zuverlässiger und schneller elektro-pneumatische System geworden. Die aktuelle Disposition ist sehr brauchbar und auch Änderungen wie die Gedeckt 8 ' auf dem Pedal  passen gut im Totalen. Ein neuer Spieltisch wird auf einen viel besseren Platz für den Organisten platziert, die jetzt guten Kontakt mit seiner Orgel und mit den Menschen in der Kirche hat. Der alte Spieltisch blieb auf seinem alten Platz als ein "Historisches Denkmal".

Das Klangbild des Instruments ist wieder voll in das ursprüngliche Konzept der Orgel von der deutschen Romantik zurück gebracht.

Im Jahr 2013 ist die Orgel erweitert mit eine Voix Céleste 8’ und Oboe 8’, daneben ist die Synthematophon auf eine höhere Druck gesezt und ein Sub- en Superkoppel ist am Schwell hinzugefügt

Die heutige disposition ab 2013:

 PEDAL

HAUPTWERK

SCHWELLWERK

 1 Contrabass 16'

11 Bourdon 16'

26 Geigenprinzipal 8'

 2 Subbass 16'

12 Prinzipal 8'

27 Synthematophon 8'

 3 Gedecktbass 16' (11)

13 Doppelflöte 8'

28 Lieblich Gedeckt 8' 

 4 Oktavbass 8'  (12)

14 Dolce 8'  (29)

29 Viola 8'

 5 Gedeckt 8'   (2*)

15 Oktave 4'

30 Voix Céleste 8'

 6 Oktave 2' (17)

16 Flöte 4'  (31)

31 Flûte Harmonique 4'

 7 Posuanenbass 16'  (20**)

17 Oktave 2'

32 Quinte 2 2/3'

 8 Kop. I + Ped.

18 Mixtur 3-4 f.

33 Gemshorn 2'

 9 Kop. I + Ped. super

19 Cornett 4 f. (34)

34 Cornett 4 f.

10 Kop. II + Ped.

20 Trompete 8'

35 Oboe 8'

 

21 Oboe 8' (35)

36 Kop. Man. II sub 

 

22 Kop. Man. I super 

37 Kop. Man. II super 

 

23 Kop. Man. II + I

38 Tremulant

 

24 Kop. Man. II + I sub

 

 

25 Kop. Man. II + I super

 

Von die Register welche als Transmission benuzt sind ist die Ursprungliche Register zwischen Klammern angegeben.
*  Die Subbass ist erganzt bist f'' für die Gedeckt 8'.
** Die Posaunenbass ist von c t/m f' eine Transmission der Trompete 8'.
 

Klavieren: 2 x 56 tasten (C bis g3), pfeifen ausgebaut bis g4
Pedal 30 tasten (C bis f’)

P, MF, F, T(utti) - Feste Combination
VC - Freie Combination
AP - Automatisches Pedal (Subbass 16', Gedecktbass 16', Gedeckt 8', P+II)
TA - Zungen Ab
GC - General Crescendo
Scwell für Manual II
Tritt für General Crescendo in 10 stufen mit LED indication

 

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